Unabhängigkeit freier Vermittler wirkungsvoller Schutz für Anleger

Das Problem ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen. In seiner Titelgeschichte „Bankberater packen aus“ beschreibt das Nachrichtenmagazin Focus auf mehr als zehn Seiten, wie Geldinstitute auf der Jagd nach Provisionen mehr ihren eigenen Vorteil als den Nutzen für den Anleger im Auge haben. Zwar erklärt das Magazin auch, wie Kunden wirkungsvoll kontern können, aber der Anleger bleibt dem Missstand weiterhin ausgesetzt – es sei denn, er entscheidet sich für eine andere Art der Investmentberatung.

Freie Vermittler sind – wie der Name sagt – nicht Teil einer Finanzorganisation und daher auch keinen Absatzvorgaben unterworfen. Empfehlen Sie etwa einen Investmentfonds, dann deshalb, weil er die beste Anlagelösung für einen bestimmten Anleger ist und nicht, weil eine Bank die Zuflüsse in ein hauseigenes Produkt steigern will. Frei bedeutet in diesem Zusammenhang auch, dass der Berater die Fonds verschiedener Anbieter miteinander vergleichen und das für die jeweilige Anlageklasse beste Produkt aussuchen kann.

„Unabhängigkeit und Objektivität waren schon immer die herausragenden Eigenschaften freier Finanzdienstleister. Gepaart mit entsprechender Kompetenz sind sie ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den Anleger“, erklärt Peter Schmiederer, Geschäftsführer der VBeG Schmiederer Vermögensbetreuung in Oberkirch. „Gerade angesichts der aktuell turbulenten Entwicklungen an den Kapitalmärkten können freie Vermittler Anlegern wertvolle Hilfe leisten – etwa in Form eines professionellen Depot-Checks, der sehr schnell offenlegt, ob das Portfolio eines Anlegers noch richtig aufgestellt ist.“

Gerade in den wohl wichtigsten Investmentmonaten des Jahres 2008 sind unabhängige Finanzdienstleister eine gute Adresse für Anleger. Wenn zu Beginn des neuen Jahres die Abgeltungssteuer in Kraft tritt, müssen erstmals Gewinne aus Wertpapierveräußerungsgeschäften generell mit 25 Prozent besteuert  – unabhängig davon, wie lange die verkauften Wertpapiere zuvor gehalten wurden. Wer weiterhin durch Einhalten einer Spekulationsfrist Steuern vermeiden möchte, muss die entsprechende Anlageentscheidung noch in diesem Jahr treffen. Das Problem in diesem Zusammenhang dürfte weniger das Kaufen an sich als vielmehr die Beratung im Vorfeld sein. Anleger, die sich fragen, wo sie Hilfe erwarten können, kommen wohl an unabhängigen Finanzdienstleistern nicht vorbei.